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Die Endeavour ist das Schiff des Vorsitzenden der East India Trading Company, Cutler Beckett. Es ist sehr stark bewaffnet, wahrscheinlich sind ca. 100 Kanonen an Bord.

Geschichte

Fluch der Karibik 2

Als die EITC Port Royal übernimmt, gehört auch die Endeavour der Company. Lord Beckett benutzt es als sein Flaggschiff. Man sieht die Endeavour als die Edinburgh Trader aus Port Royal fährt.

Am Ende der Welt

Endevour1

Die Endeavour

Beckett fährt mit der Endeavour zu den Orten, an denen Davy Jones Schiffe zerstört hat. Nachdem Sao Feng ihm den Handel "Jack Sparrow - Black Pearl" vorgeschlagen hat, folgt er diesem zur Pearl. Kurz darauf zerstört Sparrow den Mast der Endeavour und sie müssen eine Pause einlegen. Danach geht es weiter in Richtung Schiffbruchinsel, um gegen die Piraten zu kämpfen. Zunächst muss Beckett mit der Endeavour nicht eingreifen, doch nachdem die Flying Dutchman im Strudel versunken ist, wendet sie sich der Black Pearl zu. Dann kommt auch die Dutchman hinzu und die beiden Schiffe nehmen die Endeavour ins Kreuzfeuer. Beckett gibt keine Befehle mehr und stirbt in einer Explosion, ausgelöst durch die Schießpulverladung. Das Schiff geht unter, nur wenige Besatzungsmitglieder überleben, darunter Theodore Groves.

Schiffsdaten

  • Rang: Linienschiff ersten Ranges
  • Kanonenanzahl: Unbekannt, vermutlich jedoch über 100 Kanonen sowie Karronaden, üblich für Dreidecker dieser Größe.
  • Mannschaft: Unbekannt, jedoch werden geschätzt 800 Mann benötigt um ein Linienschiff 1. Ranges besegeln zu können.
  • Geschwindigkeit: Ungefähr 12 Knoten, je nach Windrichtung und Auslegung der Mast-Takelage
  • Manövrierbarkeit: Träge.
  • Ladekapazität: Sehr groß, geschätzte 3000 Pfund.
  • Segeleigenschaften: Drei-Master mit Fregatten-Takelage.

Besatzung

Hinter den Kulissen

Vorbild: Vorbild für die Endeavour ist sowohl bezüglich der äußeren Erscheinung als auch der Bewaffnung ganz klar die HMS Victory.

Name: Die genaue Benennung des Schiffes ist nicht ganz klar.

Im Drehbuch zu Fluch der Karibik 2 wird sie lediglich einmalig in der Szene 9 auf der Seite 5 als "H.M.S. Endeavor" bezeichnet und wird hier auch als eines der Schiffe der Royal Navy deklariert, die die EITC nach Port Royal bringen. Das Schiff spielt im weiteren Verlauf des Filmes jedoch überhaupt keine Rolle und wird in der begleitenden Literatur im Zusammenhang mit diesem Film auch nicht erwähnt.

Im Drehbuch zu Am Ende der Welt erscheint das Schiff als Endeavour und wird innerhalb des Drehbuches ausschließlich in dieser Form - also ohne das Präfix HMS - erwähnt. Konsequenterweise findet das Schiff mit dieser zivilen Bezeichnung auch Erwähnung im Roman zum Film, der auf dem Drehbuch basiert.

Im Comic-Buch (auf Englisch und mindestens auch auf Niederländisch veröffentlicht) wird das Schiff hingegen mit dem Präfix HMS Endeavour erwähnt.

Dies hat zu Diskussionen hinsichtich der korrekten Benennung des Schiffes geführt. Als Gründe für die Deklarierung als Schiff der Navy werden angegeben:

  • Die Tatsache dass es sich bei dem Comic-Buch um eine offizielle, von Disney lizenzierte Veröffentlichung handelt.
  • Becketts Beglaubigung, die er im Drehbuch Gouverneur Swann im Zusammenhang mit der Verhaftung von Elizabeth Swann und Will Turner präsentiert.
  • Der Umstand, dass das Schiff als HMS Endeavour im Pocket-Model-Game erscheint.
  • Die Tatsache, dass das Schiff als Modell in Becketts Kabine steht (Szene des Gesprächs ziwschen Jack Sparrow und Cutler Beckett ), das mit zwei Union Jacks an den Toppen von Groß-und Besanmast versehen ist. Dies korrespondiert (fast) mit der Beflaggung der HMS Dauntless bei der Ausstellung D23 Expo in Disney-Land.
  • Der Umstand, dass das Schiff bei besagter Ausstellung eine Galionsfigur aus den Wappenhaltern Löwe und Einhorn hat, die auch das königliche Wappen halten (was dem Bugschmuck der HMS Dauntless entspricht) und es in der Realität eben nur Schiffen der Royal Navy erlaubt war, den Union Jack und das königliche Wappen zu führen.
  • Der Vortrag des Ausrufers in Am Ende der Welt, Beckett sei Bevollmächtigter des Königs.
  • Die Berechtigung der EITC, vom König unterzeichnete und gesiegelte Kaperbriefe auszugeben, die ohne die zusätzliche Unterschrift Becketts und dessen Siegel ungültig sind.
  • Der Kommandantenwimpel des Schiffes (in weiß ein rotes gleischschenkliges Kreuz, blaue Flugseite), das in der Realität ausschließlich für Schiffe der Royal Navy ausgegeben wurde.
  • Der Umstand, dass die Modellschiffe im "Sandkasten" in der Kabine Becketts auf dem Schiff mit britischen bzw. englischen Flaggen versehen sind, nicht mit denen der EITC, woraus zu schließen sei, dass Beckett Schiffe der Royal Navy kommandiert.
  • Der Umstand, dass die reale East India Company selbst lediglich bis zur maximalen Größe von Galeonen anschaffte und Kriegsschiffe von der Royal Navy auslieh oder kaufte.
  • Der Umstand, dass bei der Ankunft der EITC außer wenigen Offizieren ausschließlich Soldaten der Royal Marines die Stadt besetzen.
  • Die Tatsache, dass Hector Barbossa als Freibeuter der Krone mit der HMS Providence ausgerüstet wurde und darüber hinaus britische Truppen an Bord hat.

Was dagegen spricht:

  • Die deutschsprachigen Romane zu den Filmen Fluch der Karibik 2 und Am Ende der Welt sowie das Piratenhandbuch sind auf den Drehbüchern basierende von Disney lizenzierte Veröffentlichungen. Sie sind ebenso offiziell wie englischsprachige Veröffentlichungen, seien es Comics oder Kartenspiele, die auf Deutsch nicht angeboten werden.
  • In Am Ende der Welt, dem Film, in dem das Schiff eine maßgeblich Rolle hat (in Fluch der Karibik 2 wird sie möglicherweise am Kai liegend gezeigt, aber in keiner Weise erwähnt), ist sowohl im Film als auch im Roman stets nur von Endeavour die Rede. In Dialogen wird das Präfix zwar auch bei Navy-Schiffen weggelassen, aber weder im Begleitbuch noch im Roman zum Film wird sie als Navy-Schiff bezeichnet. Auch im Drehbuch zu Am Ende der Welt findet sich keine solche Bezeichnung.
  • Die Beglaubigung Becketts wird weder im veröffentlichten Film noch in später veröffentlichten entfallenen Szenen gezeigt. Da es sich - dem Drehbuch nach - um eine sehr kurze Sequenz handelt, die keinerlei Einfluss auf die Laufzeit des Films gehabt hätte, ist zweifelhaft, ob eine solche Szene überhaupt gedreht wurde. Es kann angenommen werden, dass die königliche Beglaubigung gestrichen wurde, um zu verdeutlichen, dass Beckett keinesfalls die behaupteten Befugnisse hat.
  • Die EITC kommt in Port Royal nicht wie eine vom König oder der Regierung gesandte Verstärkung in einer königlichen Kolonie an, sondern besetzt die Stadt eher wie eine feindliche Macht. Dafür spricht das massenweise Ausschwärmen der Soldaten mit schussbereiten Gewehren in die Gassen. Sie gehen vor wie bei der gewaltsamen Eroberung eines fremden Landes bzw. einer feindlichen Kolonie. Die Verhaftung von drei einzelnen Personen, die keinerlei Ahnung von den gegen sie erhobenen Vorwürfen haben, würde eine solche Razzia nicht rechtfertigen - auch nicht im 18. Jh.
  • Ob die Soldaten tatsächlich königliche Uniformen tragen, ist unklar. Es ist ebenso gut möglich, dass die EITC zu dieser Zeit für ihre Marineinfanterie Uniformen verwendet, die denen der Royal Marines gleicht - wenn es nicht gar gefälschte königliche Uniformen sind.
  • Die Heckflaggen der Schiffe in Fluch der Karibik 2 sind weder der in der Pirates-Reihe für königliche Schiffe verwendete Union Jack noch eine andere als britische Nationalflagge erkennbare Flagge, sondern die Hausflagge der EITC. Insofern stimmt die tatsächliche Beflaggung der Schiffe bei Ankunft der EITC nicht mit den in der Ausstellung verwendeten Flaggen überein.
  • Der Toppwimpel stimmt zwar mit dem obengenannten Kommandantenwimpel überein; da aber sonst im Pirates-Universum keine Flagge wirklich so verwendet wird, wie es realiter der Fall ist, ist es mehr als fraglich, ob dann gerade diesem einen Wimpel dessen reale Bedeutung beizumessen ist.
  • Hätten die Produktionsverantwortlichen wirklich beabsichtigt, der EITC ein königliches Schiff mit entsprechendem Präfix zuzugestehen, wäre dies sehr viel deutlicher im Film oder in der Begleitliteratur hervorgehoben worden. Zwar sind gerade Terry Rossio und Ted Elliott der Auffassung, dass das Publikum gern mitdenken darf, aber zum Mitdenken bedarf es zunächst einer erkennbaren Information. Es wäre schlicht unverständlich, dass sich solche Umstände erst dann ergeben können, wenn die technische Möglichkeit gegeben ist, einzelne Bilder des Films mit der Lupe untersuchen zu können - also frühestens mit der Veröffentlichung der DVD/Blu-Ray ein halbes Jahr nach dem Kinostart. Der Toppwimpel - wenn er denn tatsächlich als königlicher Kommadowimpel gemeint wäre - ist viel zu schmal, um in der Bewegung Einzelheiten zu erkennen (besonders, wenn man danach gar nicht sucht, weil es zunächst keinen Anlass dafür gibt). Das Modell der Endeavour in Becketts Kajüte erhält schon deshalb keine Aufmerksamkeit, weil gleichzeitig ein inhaltlich wichtiges Gespräch zwischen Beckett und Jack Sparrow stattfindet, das die Aufmerksamkeit des Publikums in Anspruch nimmt. Dem normalen Publikum, das den Film im Kino sieht und keine Möglichkeit hat, entsprechende Untersuchungen vorzunehmen, müssen diese versteckten Hinweise in Modellen und Einzelbildern definitiv verborgen bleiben. Es kann aber nicht die Absicht einer Filmproduktion sein, dem Publikum wesentliche Informationen auf diese Weise vorzuenthalten und dies nur absoluten Spezialisten - Film-Nerds - zu offenbaren, wenn es für den Hintergrund des Films wichtig wäre.

Daraus folgt: Es gibt einige, aber sehr versteckte mögliche Hinweise, dass die Endeavour eventuell ein Schiff der Royal Navy sein könnte. Eine dem Publikum offensichtliche Erklärung gibt es jedoch weder aus dem Film heraus noch aus den offiziellen Begleitbüchern.