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Die Royal Navy ist die Marine des Königreichs Großbritannien. Ein genaues Gründungsdatum ist nicht bekannt, doch gab es bereits im Mittelalter jedenfalls zeitweilig bestehende Flotten, die für kriegerische Auseinandersetzungen zusammengestellt und nach Friedensschluss wieder aufgelöst wurden.

Im Laufe des 16. Jahrhunderts wurde unter König Henry VII. damit begonnen, eine stehende Flotte aufzubauen, die anfangs aus nicht mehr als 15 Schiffen bestand. 1512 wurde das Amt des Lord Admiral geschaffen, ab 1514 unterhielt die zu diesem Zweck gegründete Corporation of Trinity House die Leuchttürme und Seezeichen an der englischen Küste.

Elizabeth I. übernahm die Flotte 1558 mit 39 Schiffen und plante einen Ausbau bis 1579 auf 69 Schiffe. Daneben setzte die Königin aber auch auf eine Ergänzung der Flotte durch Freibeuter wie Francis Drake und John Hawkins.

Berühmtheit und einen vorläufigen Höhepunkt ihrer Schlagkraft erlangte die Royal Navy 1588, nachdem der erfolgreiche Überfall Drakes auf Cádiz zum Krieg mit Spanien führte, die Armada Española die englische Hauptinsel angriff und in der einwöchigen Seeschlacht von Gravelines um mehr als die Hälfte der Schiffe und knapp der Hälfte der Besatzungen dezimiert wurde. Die englische Flotte zählte – einschließlich der Freibeuterschiffe – knapp zweihundert Schiffe, die Armada Española 130 Schiffe.

In der Folgezeit büßte die Royal Navy bis 1618 durch Korruption viel von ihrer Reputation und Kampfkraft ein. Unglückliche Aktionen gegen Piraten an der Barbareskenküste – die nordwestafrikanische Küste im Atlantik und dem Mittelmeer zwischen den Kanarischen Inseln und Tunis –, einem erneuten Überfall auf Cádiz 1625 und die fehlgeschlagene Unterstützung von Hugenotten in La Rochelle 1628 (beides auf Veranlassung von George Villiers, Herzog von Buckingham) nagten weiter am Ruf der Royal Navy.

In der Auseinandersetzung zwischen Parlament und König 1642 stellte sich die Royal Navy mit den seinerzeit existierenden 35 Schiffen auf die Seite des Parlaments. Unter Cromwell erfolgte ein Ausbau der Flotte, bedingt durch Kriege in der Nordsee gingen Schiffe verloren. Als mit der Thronbesteigung Charles II. 1660 die Monarchie wiederhergestellt wurde, verfügte die Royal Navy über 40 „größere“ Schiffe, eine genaue Anzahl der gesamten Flotte ist nicht bekannt.

Royal Navy bei Norringtons Beförderung

Soldaten der Royal Navy, angetreten zu James Norringtons Beförderung

Bis zum Ausbruch des Siebenjährigen Krieges 1756 konnte die Navy ihre Stärke auf 90 Linienschiffe erhöhen und war in dieser Zeit den Flotten Frankreichs (66 Linienschiffe) und Spaniens (58 Linienschiffe) einzeln jeweils deutlich überlegen.

In der Zeit der Ereignisse der Pirates of the Caribbean-Reihe zwischen 1727 (Fluch der Karibik) und 1751 (Pirates of the Caribbean – Salazars Rache) dürfte die Royal Navy diesem Höchststand sehr nahe sein.

Mitglieder

Schiffe

Dienstgrade

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Offiziere

  • Admiral - Admiral oder Admiral der Flotte
  • Vice-Admiral - Vizeadmiral
  • Rear Admiral - Konteradmiral
  • Commodore - Dienstältester Kapitän eines Geschwaders
  • Captain - Kapitän zur See
  • Commander - Fregattenkapitän
  • Lieutenant Commander - Korvettenkapitän
  • Lieutenant - Kapitänleutnant
  • Sub-Lieutenant - Oberleutnant zur See oder Leutnant zur See
  • Midshipman - Unteroffizier mit Bestandener Prüfung

Deckoffiziere

  • Warrant Officer - Deckoffizier
  • Petty Officer - Bootsmann
  • Leading Seaman - Obermatrose

Hinweis: Die Dienstgrade der Royal Navy sind gegenüber denen der deutschen Bundesmarine verschoben. Den Flottenadmiral (gleich dem Feldmarschall der Armee) gibt es bei der Bundesmarine nicht. Der Lieutenant der Royal Navy entspricht dem Rang eines Kapitänleutnants. Der Sub-Lieutenant umfasst beide deutschen Leutnantsränge. Eine weitere Unterscheidung gibt es in der Laufbahngruppe der Offiziere bei der Royal Navy nicht. Die Anrede "Kapitänleutnant" gegenüber Theodore Groves von Barbossa in Pirates of the Caribbean - Fremde Gezeiten ist eine Fehlübersetzung.

Der Lieutenant Commander wurde erst etwa 150 Jahre nach den Ereignissen von Fluch der Karibik bei der Royal Navy eingeführt, also ist der Rang von Theodore Groves in Pirates of the Caribbean - Fremde Gezeiten falsch. Selbst als "Commander" ist er nicht zu bezeichnen, da er die HMS Providence nicht selbst befehligt.

Die Dienstgrade der ,,Fluch-der-Karibik-Saga" stimmen nicht ganz mit den echten Dienstgraden überein. Die hier aufgeführten Dienstgrade sind die der Fluch der Karibik Saga und nicht die der Realität.

Nicht erwähnte Dienstgrade: Diese Dienstgrade wurden in der ,,Fluch-der-Karibik-Saga" nie erwähnt: Admiral of the Fleet, Vizeadmiral, Konteradmiral, Commander, Midshipman, Ober Decksoffizier und Sub-Lieutenant. Sie sind hier der Vollständigkeit halber aufgeführt.

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